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Debanking stoppen

Der Verlust des Bankkontos stellt für Organisationen wie die Rote Hilfe e.V. und das Anarchist Black Cross Dresden eine existenzielle Bedrohung dar. Ohne Konto wird ihre politische und zivilgesellschaftliche Teilhabe stark eingeschränkt. Die Entscheidung der Bank basiert auf einer administrativen Risikoabwägung, was wir ablehnen. Die rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen haben sich verändert, nicht die Ziele dieser Organisationen. Diese Maßnahmen verschärfen das Problem der Delegitimierung demokratischer Gruppen. Die GLS Gemeinschaftsbank wird aufgefordert, die Geschäftsbeziehungen fortzuführen und die Gespräche zur Lösung des Problems aktiv fortzusetzen, um zivilgesellschaftliche Initiativen zu unterstützen. Die debanking-Vernetzung hat eine aktive regionale Gruppe in Siegen:

Website: https://debankingstoppen.de/
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Initiative Grüne Gewerke verurteilt Kontokündigungen bei linken Organisationen

Quelle: Im Dezember kündigten Banken wie GLS und Deutsche Bank Konten linker Organisationen, darunter Umweltgruppen und die Rote Hilfe. Dies geschah offenbar unter Druck der Trump-Regierung. Die IGG FAU verurteilt diesen Angriff auf die humanistische Opposition in Deutschland. Innerhalb kurzer Zeit begannen mehrere Banken, Konten von linken Organisationen und Einzelpersonen zu schließen. Die Hintergründe bleiben unklar, aber Journalist:innen vermuten politische Vorgaben der Trump-Administration. Wolf Meyer von der IGG warnt vor einem Rechtsruck und betont, dass dieser Angriff auf die Koalitionsfreiheit in Deutschland eine massive Bedrohung darstellt. Proteste wurden bereits von Tausenden organisiert.

Debanking – Angriff auf die Solidaritätsarbeit vom Anarchist Black Cross Dresden

Quelle: Die GLS Bank hat ohne Vorankündigung das Konto des Anarchist Black Cross Dresden und eines damit verbundenen Privatkontos gekündigt, ohne Gründe anzugeben. Diese Entscheidung könnte mit der aktivistischen Arbeit des Vereins zusammenhängen, der seit Jahren Spenden für politische Gefangene in Deutschland, Belarus und Russland sammelt. Zudem leistet er humanitäre Hilfe in der Ukraine, was möglicherweise politisch motiviert ist.

Das Debanking betrifft nicht nur den Verein, sondern zeigt ein größeres Muster von Bankkündigungen gegen linke und antifaschistische Organisationen in Deutschland. Auch andere Banken wie die Ethikbank und die ING verweigerten Kontoeröffnungen für den Verein. Dies deutet auf eine politische Agenda hin, die versuchen könnte, progressive Strukturen zu unterdrücken.

Die aktuelle Situation ist ein Angriff auf die linke Infrastruktur, der in einen breiteren Kontext von Repressionen gegen antifaschistische Bewegungen eingeordnet werden kann. Das Anarchist Black Cross sieht die Entwicklungen als Erfolg für rechtsextreme Kräfte, die progressive Politik unterdrücken wollen. Aktuell pausiert die Solidaritätsarbeit des Vereins, und Spenden sollten nicht auf das betroffene Konto überwiesen werden.

Pressespiegel Stand 2025-12-31