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Bericht zur anarchistischen 1. Mai Demonstration in Dortmund

Am vergangenen Samstagnachmittag fand die anarchistische 1. Mai Demonstration 2021 in Dortmund statt. Bis zu 800 Menschen gingen dabei auf die Straße für „Freiheit statt Patriarchat, Kapitalismus und Egoismus“ und damit mindestens doppelt so viele wie noch 2019. Kurzzeitig war die Demonstration untersagt worden, aber die Organisator*innen sind erfolgreich gegen diesen Beschluss vorgegangen. Auch einige Genoss*innen aus Siegen sind in den Ruhrpott gereist, um mit dabei zu sein.
Nach Rede- und Musikbeiträgen im Westpark, bei der auch ein Genosse der FAU sprach und die Gründung eines Syndikats für Dortmund ankündigte, ging die Demonstration los. Um den pandemischen Umständen gerecht zu werden, trugen alle Teilnehmenden eine Mund-Nasen-Bedeckung und es wurde, so gut wie möglich, auch auf entsprechende Abstände geachtet. Die Stimmung war angenehm locker aber motiviert. So zog der Demonstrationszug unter lauten Parolen in Richtung Bahnhof. Dort wurde eine Zwischenkundgebung abgehalten und eine Genossin der kurdischen Jugend hielt eine krafvolle Rede zur Situation der Autonome Selbstverwaltung in Nord- und Ostsyrien (Rojava). Von dort ging es weiter in die Nordstadt, am Black Pigeon vorbei bis zum Dortmunder Hafen, begleitet von kurzen Statements aus dem Lautsprecherwagen und kämpferischen Parolen. Am Dortmunder Hafen fand die Abschlusskundgebung statt. Menschen aus Siegen konnten diese leider nicht bis zum Ende verfolgen, wenn sie vor eintreten der Ausgangsbeschränkungen wieder in Siegen sein wollten.
Insgesamt war es ein positives Erlebnis, mit so vielen Gleichgesinnten, während der Corona-Pandemie, gemeinsam für Freiheit und gegen die kapitalistische Ausbeutung auf die Straße zu gehen.
Hoffentlich verdoppelt sich die Anzahl der Teilnehmenden im nächsten Jahr noch einmal.